Elohím hat uns (einige von uns über Jahre) durch die Wüste unseres Lebens geführt und wir haben nicht verstanden warum. Wir sind durch den Sand gewandert und durch die Hitze, hungrig und durstig. Wir wissen nicht wie, doch wir haben überlebt, weil Er mit uns war und uns geholfen hat, selbst wenn wir Ihn oft nicht wahrgenommen und Seine Gegenwart nicht erkannt haben.
Elohím möchte uns nahe sein. Er möchte uns in unserem Leben begleiten und uns in unseren Aufgaben helfen.
Wie war Ihr Leben in der Wüste? Wie haben Sie die Hitze ertragen und das Fehlen von Nahrung, das einsame Wandern unter der Sonne des Lebens?
Es gibt zwei Arten von Wanderungen durch die Wüste: Die erste ist eine Wanderung ohne Elohím. Diese ist sehr hart und oft tötlich, denn wenn wir Ihn nicht kennen, dann tun wir alles Mögliche, nur um zu überleben. Und „alles Mögliche“ kann tötlich für uns sein, und oft ist es das auch, wenn nicht in diesem Leben, dann im ewigen Leben (von dessen Existenz derjenige, der Elohím nicht kennt, nicht einmal eine Ahnung hat, noch daran glaubt).
Die andere Art zu wandern ist um ein Vielfaches leichter, denn wir wandern mit Elohím (unsichtbar) an unserer Seite, wie obige Worte aus Dvarím bestätigen: „vierzig Jahre lang HABE ICH EUCH DURCH DIE WÜSTE GEBRACHT“. Wie hat Er sie gebracht? An Seiner Hand? Ja, obwohl keiner jener Juden das gemerkt hat. Aber Er war mit ihnen. Darum sagt Er: “ Ich habe euch geführt“.
Die Wüste ist eine Metapher unseres irdischen Lebens. Es ist ein Ort voller Probleme und Schwierigkeiten, wo man nicht weiss an welcher Stelle ein wilder Wolf mit fletschenden Zähnen uns ins Visier nehmen, oder eine giftige Schlange unser Leben bedrohen wird. In unser aller Leben gibt es wilde Wölfe und giftige Schlangen, falls wir das noch nicht bemerkt haben sollten.
Wir sollten das, was Elohím in unserem Leben durch die Wüste bisher getan hat einmal aufschreiben. Was hat Elohím in IHREM Leben bis hierher getan? Nehmen Sie sich die Zeit, besonders am Schabbát, und schreiben Sie die Dinge in einem Heft auf: (1) was Elohím in Ihrem Leben getan hat, (2) was Er gegenwärtig in Ihrem Leben tut, (3) wovor Er Sie bewahrt hat, und (4) wie Sie Ihm für all das danken sollten, was Er für Sie getan hat und weiterhin tut.
Die Liste müsste ziemlich lang ausfallen. Je mehr Weisheit Sie haben, umso länger wird die Liste sein. Denn die Weisheit zeigt uns, was uns fehlt, um die Hand Elohíms zu sehen in allem, was wir tun und in allem, was Er verhindert dass wir tun - weil wir uns dessen nicht bewusst waren und fast in die Fallen des Feindes geraten wären, wäre nicht Seine Führung, unsichtbar aber ganz real (in der geistlichen Welt), mit uns gewesen.
WAS ELOHÍM FÜR UNS GETAN HAT
1. Er hat uns zu Ihm gebracht, zum Einzigen Elohím des Universums, denn Götter mag es Millionen geben, aber Elohím gibt es nur Einen, den ELOHÍM ISRAELS. Und wir sind ein Teil Israels, manche nach dem Blut, andere nach dem Glauben und manche nach beidem. Dies vergisst man oft oder beachtet es nicht genug. Es ist jedoch ein Segen/Bracháh/בּרָכָה den nicht viele haben.
2. Dieses messianische Judentum gibt uns automatisch die richtige Identität und Selbst-Identität (wir wissen, wer wir sind). Wir wissen und fühlen, dass wir Juden und messianisch sind (beides gleichzeitig), denn wir glauben an Ieschúa und haben Ihn, der Sein Blut für uns vergossen hat, in uns.
3. Er ernährt uns auch weiterhin inmitten der Wüste unseres Lebens mit Nahrung des Himmels, während die Mehrheit derer, die durch die Wüste wandern, nichts zu essen haben. Unsere Nahrung ist geistlich, mental und beständig. Es ist nicht eine Nahrung pro Jahr, oder pro Monat, oder pro Woche, sondern dreimal täglich, beständig frische und köstliche Nahrung, wie nur Elohím sie uns zubereiten kann.
4. Jene von uns, die Ihm nahe sind, lehrt Er gegen unseren Feind (ha‘satán und sein Heer) zu kämpfen, damit wir nicht bei jedem Hindernis oder von sonst etwas anderem verkleideten geistlichen Angriff, am Boden liegen bleiben. Elohím hat uns nicht nur gelehrt, zu kämpfen, sondern auch, uns nie geschlagen zu geben, sondern jeden Schlagt mit zwei Schlägen zu beantworten, um dem geistlichen Feind die Stirn zu bieten und zu beweisen, dass er es nicht mit armen wehrlosen Geschöpfen zu tun hat, sondern mit gut durchtrainierten und gut bewaffneten Soldaten Elohíms.
5. Elohím hat uns ein Verständnis des ewigen Wertes des Lebens gegeben, das nicht nur in den paar Jahren unseres irdischen Lebens besteht, sondern im ewigen Leben. Dieses ewige Leben können wir entweder in Seiner Gegenwart verbringen, in nicht endender Freude und Wonne im Garten/Gan Éden; oder aber an jenem anderen Ort ewiger Pein (jene, die Ihn nicht kennengelernt haben, oder aber kein großes Interesse gezeigt und die Warnungen, die Elohím ihnen durch Mitmenschen oder Situationen im Leben zukommen ließ, in den Wind geschlagen haben. Wir sollten mit Furcht vor Elohím leben und Acht haben auf das, was wir denken, was wir sagen, und besonders, was wir tun, denn für all das werden wir uns rechtfertigen müssen.
WAS ELOHÍM FÜR UNS TUT
Was tut Elohím in unserem Leben und für Sie persönlich? Abgesehen vom oben Erwähnten, wertet Er unser Leben auf, d.h., Er macht es wertvoller. Wie jemand gesagt hat: „Das Leben ist viel, um unbedeutend zu sein.“ Aber das Leben ist nur dann nicht unbedeutend, wenn wir Elohím an unserer Seite haben. Er ist es, der uns lehrt; begleitet; führt; uns und unsere Familie, Kinder, Enkel und Urenkel segnet wegen unserem Entschluss, mit Ihm zu leben. Unsere gesamte Familie ist bevorteilt und gesegnet durch unsere Entscheidung für Ihn, selbst wenn sie dies nicht merken, und vielleicht nie erfahren werden.
Genau dies ist es, was mit dem jüdischen Volk geschichtsmäßig passiert. Wegen dem Segen der Vorfahren ist das ganze Volk gesegnet, über Jahrhunderte und Jahrtausende hinweg - selbst wenn die Welt diese Realität nicht wahrhaben will. Im Jahre 1987 (als wir diese Daten errechnet haben) - representierten sie mit einer Bevölkerung von ca. 14 Millionen Menschen, nur ca. 0,2% der Weltbevölkerung- und haben erstaunlicherweise ganze 47% der Nobel-Preise bekommen. Wie ist solch eine Unausgewogenheit zu erklären? Es ist der Segen Elohíms - des Herrn und Meisters aller Erfindungen und Wissenschaftlichen Geheimnisse - für Seine Kinder, für Seine Erben, für Sein Volk, wegen dem Verdienst seiner Patriarchen und nahesten Vorfahren.
Sie, lieber Bruder im Maschíach, sind, wenn Sie messianischer Jude sind und deshalb diese Parascháh lesen, in den jüdischen Baum von Römer 11,17 eingepfropft. Aus diesem Grunde sind auch Sie in den Augen Elohíms gleichermaßen würdig desselben Segens, wie die oben erwähnten Juden nach dem Blut. Dies ist auch etwas, was Elohím in Ihrem Leben tut.
Was Sie nun tun sollten ist: Hebräisch lernen und um einen „jíddische Kopp“ beten, denn damit werden Sie die Welt aus der Perspektive eines Juden sehen und aus der Sicht von jemandem, der mit Elohím wandelt. Dies ist nicht nur ein Ausdruck, sondern etwas sehr wertvolles, was Elohím Ihnen geben will, um die Dinge zu sehen wie Er sie sieht und wie Sein Volk sie sieht.
Wie in vorherigen Paraschót schon erwähnt, will Elohím uns dahin bringen, Seine Toráh kennenzulernen, um uns zu verändern und zu jemandem zu machen, der sich innerhalb eines moralischen und ethischen Rahmens bewegt. Wir sollen nicht jemand sein, der weiss, was er tun sollte, und dann doch irgend etwas anderes tut. Es mögen gute Dinge sein, das Meiste davon sind jedoch unangebrachte und von Elohím verbotene Dinge. Der jíddische Kopp bringt uns ein verändertes Denken von Elohím, während die Toráh unser Verhalten verändert und uns zu dem macht, was Elohím gefällt.
Hebräisch zu können gibt uns ein Verständnis für die Begriffe Elohíms, die in keiner anderen Sprachen zu finden sind. Außerdem können wir endlich den Erneuerten Bund in seiner ursprünglichen jüdischen Kultur und hebräischen Sprache eingebettet verstehen.
WOVOR ELOHÍM UNS – OHNE DASS WIR ES BEMERKT HABEN – BEWAHRT HAT
Elohím hat uns vor sehr vielen Dingen und Begebenheiten bewahrt, und aus sehr Vielem gerettet. Wir haben es nur nicht bemerkt, weil Er es nicht ankündigt, es uns nicht sagt. Wir sind es, die beginnen sollten, es zu bemerken, um im Gebet dafür zu danken und anzuerkennen, dass Er uns, ohne dass wir es merken, bewahrt und auf uns Acht hat.
Der Feind hat unendlich viele Fallen aufgestellt und Pläne gegen uns ausgeheckt mit der Absicht, uns auf die eine oder andere Art und Weise zu schaden. Aber Elohím arbeitet aktiv daran, diese eine nach der anderen aufzulösen und aus dem Weg zu räumen, damit wir ein so gutes Leben wie möglich haben.
Der Feind/ha‘satán mit seinem Heer hat die Welt mit Sünde in Form von Überzeugungen, Konversationen und Unterhaltungen, Meinungen, Verhaltensregeln und Moden gefüllt, die er durch die Medien und die Gesellschaft verbreitet, durch unsere nicht-gläubigen Freunde, Arbeitskollegen, Klassenkameraden, usw., damit wir in diese Fallen der Sünde tappen. Dies sind sehr subtile Fallen, denn in der Gesellschaft unserer Freunde wähnen wir uns in Sicherheit, zu tun was „alle“ tun, selbst wenn es nicht messianische Juden, und nicht einmal Gläubige sind.
Diese subtilen Situationen bemerken wir meist gar nicht, weil wir meinen, es sei in Ordnung, weil jene, die uns den ganzen Tag umgeben (Arbeitskollegen, Klassenkameraden, oder gar unsere Familienangehörigen), es auch tun. Aber nach und nach werden wir, ohne dass wir es merken, angesteckt von ihren Ideen und ihren Gewohnheiten, von ihrer Art zu reden und zu handeln.
Viele Seiner Kinder (jene, die sich darum bemühen, Ihm zu folgen und nach Seiner Toráh zu leben) bewahrt Elohím davor, in diese subtilen Fallen und Schlingen zu geraten, und zeigt ihnen die Wahrheit hinter dieser oder jener scheinbar harmlosen aber geistlich wertlosen Idee, Gewohnheit oder Mode.
Abgesehen von diesem versteckten und sehr subtilen Teil, gibt es aber auch Dinge, die genauso versteckt aber weniger subtil sind, vor denen Elohím uns bewahrt. Dies können Unfälle sein, Krankheiten und alle Arten von Problemen (rechtliche, polizeiliche, soziale, familiäre, usw.). Oft nehmen wir diese im täglichen Leben gar nicht zur Kenntnis, denn Elohím hält sie von uns fern, und richtet sie von uns weg, damit sie uns gar nicht erst berühren, ohne dass wir es merken. Erst wenn diese Probleme andere Menschen treffen, merken wir, vor wie vielem Elohím, unser Ába/Papi, uns unbemerkt bewahrt und beschützt.
ELOHÍM DANKEN
Erstens sollten wir die Tiefe und Weite unseres Dankes an Elohím für all das, was Er für uns tut und getan hat (wie oben erwähnt), zu verstehen suchen. Wir sollten Ihn jeden Tag loben und Seinen Namen segnen (preisen), weil Er uns bewahrt und Acht hat auf uns, uns rettet und alle Fallen und listigen Pläne des Feindes/ha‘satán gegen uns abwehrt. Dies ist nicht etwas, was wir ab und zu, wenn es uns einfällt, tun sollten, sondern jeden Tag. Wir sollten jeden Tag daran denken und bemerken, was Elohím für uns tut (und weiterhin tun wird), und Ihm permanent danken und Ihn segnen für Seine Güte und Barmherzigkeit uns gegenüber, die wir so viele Geschenke von Ihm gar nicht verdient haben.
Zweitens sollten wir Zeugnis dessen sein, dass Elohím bei uns ist. Andere sollten an uns sehen können, dass Er in unserem dreiteiligen Wesen lebt, und mit uns ist und wir mit Ihm. Dieses „Zeugnis sein“ bedeutet, ein lebendiges und beständiges Zeugnis zu sein. Dazu müssen wir uns einen Charakter aneignen, der diese Segnungen/Brachót von Elohím empfängt, und folglich von Ihm verändert worden ist und sich weiter verändert. Dies ist das wahre Zeugnis: unser Verhalten, unser Reden, unser Handeln vor anderen.
Drittens sollten wir Elohím von ganzem Herzen, mit unserer ganzen Seele und all unseren Kräften/Meód/מֵאֹוד lieben, wie Seine Toráh uns befiehlt, wegen all dem, was Er für uns getan hat, tut und in der Zukunft tun wird.
Wir sollten Elohím für Seine Barmherzigkeit danken, denn Seine Barmherzigkeit ist für alle ewig/„le‘olám wa’éd/ לְעוֹלָם וַעֵת“, und diese Barmherzigkeit zeigt sich in diesem Fall in Seiner Bewahrung und Seinen geistlichen, mentalen und materiellen Geschenken für uns, Seine Kinder, Geschenke, die wir, wie oben erwähnt, oft gar nicht bemerken, weil wir zu sehr damit beschäftigt sind, in der Welt „zu leben“, ohne Seine Gegenwart an unserer Seite wahrzunehmen.

