Dvarím/Angelegenheiten/„5.Mose“ 31,23: „(Sei) stark und mutig!/Chasáq we‘emátz!“ sagte Moschéh zu Iehoschúa bin Nun, seinem Nachfolger als Haupt des Volkes Israel, das aus dem Exil/Galút kam und auf dem Weg ins (für immer) verheißene Land Israel war. Diese zwei Worte wollen wir hier untersuchen. Heutzutage ist dies der Eid, den manche Bataillone des Israelischen Heeres bei ihrem Eintritt ablegen. Auch für uns, die wir in das Heer Elohíms eintreten (obwohl dies vielen nicht bewusst ist), sollte dies als Vorbild dienen.
Alle, die wir auf der Seite des Elohíms Israels sind (besonders die messianischen Juden nach dem Blut und nach dem Glauben) haben diese zwei Charaktereigenschaften/Midót (stark und mutig sein) dringend nötig.
Diese Charaktereigenschaften/Midót erhält man und baut man in die Persönlichkeit ein, indem man DEN kennenlernt, an den wir glauben und indem man versteht, welch GROSSES Vorrecht Er einem damit einräumt, etwas für Ihn tun zu dürfen. Im Falle Iehoschúas war dies: dafür zu sorgen, dass Israel, das Volk Elohíms, in das Verheißene Land gelangt.
Wenn Elohím uns eine Aufgabe überträgt, sollten wir uns dessen versichern, dass Er uns jederzeit zur Seite steht. Diese Sicherheit entsteht aus der täglichen Verbindung mit Ihm und indem wir den oder die Aufträge (die Elohím uns überträgt) von Ihm persönlich empfangen oder durch unsere messiansichen Autoritäten. Diese Aufgaben kann sonst niemand tun, denn für Elohím ist jede Seele einzig, mit Qualitäten und Defekten, Tugenden und total unterschiedlichen Charakteren - genauso wie die von Ihm geschaffene Natur um uns herum, wo kein Blatt am Baum dem anderen wirklich gleich ist. Elohím möchte, dass jedes Seiner Kinder lernt, und dass es SEINE Bestimmung auf dieser Erde, in diesem Leben (das einzige, das wir auf dieser Erde haben) erfüllt. Hbr./Ivrí 9,27: „…es ist dem Menschen bestimmt, nur einmal zu sterben, und danach kommt das Gericht.“
Wenn wir aber sicher sind, dass es Elohím ist, der uns etwas aufgetragen hat, dann wird Er auch in jedem Augenblick bei uns sein. Er wird uns nicht unserem „Glück“ oder „Unglück“ überlassen, denn „Glück“ und „Unglück“ gibt es gar nicht. Alles ist schon von Ihm festgelegt und vorherbestimmt, selbst unser freier Wille, weshalb hier auch kein Widerspruch zwischen Schicksal und freiem Willen besteht.
Mit dieser Hilfe und mit diesem Vertrauen auf Ihn in unserem Herzen, sollten wir vor nichts Angst haben und uns durch nichts und niemanden entmutigen lassen.
Andererseits sollten wir genau darauf achten, zu tun, was wir mit Sicherheit wissen, dass Elohím es uns zu tun aufgetragen hat, egal wie schwer es auch fallen mag. Es gibt Dinge, die dem einen leicht fallen und einem anderen fast unmöglich scheinen. Wenn Elohím es ihm jedoch aufgetragen hat, dann hat das seinen Grund. RUINIEREN SIE NICHT IHR ZUKÜNFTIGES LEBEN, indem Sie etwas, was Er Ihnen aufgetragen hat, lustlos tun! Das ist für Ihre Zukunft nicht einträglich, das kann ich Ihnen versichern.
(SEI) STARK! / (TIHEIÉH) CHASÁQ!“
Das erste, was Moschéh zu Iehoschúa sagt ist: „(sei) stark!/(Tiheiéh) chasáq!“ Oft sind wir SEHR schwach vor dem leichtesten Angriff, egal, ob der Angriff durch einen Mitmenschen kommt, durch Umstände oder Situationen oder vom Feind/ha‘satán, der uns studiert, um unsere Schwachstellen herauszufinden, um uns da anzugreifen. Vielleicht fehlte Iehoschúa gerade diese Ausdauer und dieser Mut, der alles aushält, und Moschéh ihm dies deshalb empfahl. Wir sind nicht alle von Geburt stark. Manche von uns werden stark durch Elohím, um zu erfüllen, was Er von uns erwartet.
Diese „Kraft“ bezieht sich natürlich nicht nur auf die physische Kraft, sondern ist vielmehr Willenskraft und Ausdauer, was wir DRINGEND nötig haben - besonders, um Elohím vom messianischen Judentum aus zu dienen, und mehr noch vom messianisch-renovierten Judentum aus. Es ist auch die Kraft zum Gebet und zur geistlichen Kriegführung, ein unentbehrlicher Faktor zum Überleben in diesen letzten Tagen/Iamím ha‘Qétz, in denen der Feind/ha‘satán weiss, dass er fast keine Zeit mehr hat und er soviele Seelen wie möglich verderben will, bevor er selbst zerstört wird. Und diese Zielscheibe sind wir, wie ganz klar in Off.12,17 zu lesen ist. Dieser Vers bezieht sich ausschließlich auf die messianischen Juden, denn die Christen glauben nicht, dass sie sich an die Gebote halten müssen, weshalb es nicht an sie gerichtet ist und die orthodoxen Juden wollen nichts von „Jesus“, noch von Ieschúa wissen, weshalb sie in diesem Vers auch nicht eingeschlossen sind.
Diese Kraft besteht darin, nicht die Ruhe zu verlieren, selbst wenn Wolken unseren psychologischen Himmel verdecken und es scheinbar ein Orkan der Stärke 5 ist. Es gibt keinen Orkan, der uns ohne ausdrückliche Erlaubnis Elohíms schaden kann (weder den Menschen, noch den physischen Städten). Was wir also herausfinden müssen ist, warum Elohím diesen Orkan in unserem Leben oder in unserer Stadt erlaubt hat.
Was wir „Glauben“ nennen ist die jahrelange Erfahrung eines Lebens unter dem Talít („Flügeln“/Knaféi) ADONÁIs und die Erinnerung, wie Er uns in der Vergangenheit geholfen hat. Deshalb sind wir gewiss, dass Er uns auch heute helfen wird, wenn der Orkan mit Macht stürmt. Die Erinnerung an Sein Handeln und Seine Bewahrung und Sein für-uns-sorgen in unserem Leben ist das, was wir „Glauben“ nennen - und was wir in unserer messianisch-renovierten Übersetzung des Erneuerten Bundes „vertrauensvollen Gehorsam“ nennen.
UND MUTIG/WE‘EMÁTZ
Der Mut, den Elohím uns, den messianischen Juden abverlangt, ist – momentan – auch kein physischer Mut, sondern ein moralischer, ethischer und umfassender Mut. Das ist weder leicht, noch angenehm, da wir – zumindest im Messianisch-Renovierten Judentum jene Dinge lehren und ent-decken müssen, die nicht von Elohím sind, die aber selbst im messianischen Judentum z.T. praktiziert werden. Dies macht uns wohlgemerkt nicht gerade populär. Uns allen fällt es jedoch zu, zu wählen wem wir dienen und gefallen wollen: der Welt (und sei es einer jüdisch messianischen) oder Elohím und Seinem Tanách. Wenn wir letzteres wählen, dann müssen wir aufdecken, was nicht von Elohím kommt, selbst wenn dies bedeutet, viele Anhänger und Sympatien zu verlieren. Merken Sie, vieviel Mut dafür nötig ist? Haben Sie diesen Mut? Hat Ihre messianische Synagoge diesen Mut? Sind Sie bereit, alles für die Wahrheit Elohíms aufs Spiel zu setzen? Hoffen wir es!
Chasáq we‘emátz!
Die Kraft und der Mut entspringen daraus, die Person und die Gegenwart Elohíms zu beachten (Jos.1,9). Als letztes (aber nicht weniger wahr) ist die Verheißung der immer fürsorgenden und bewahrenden Gegenwart Elohíms. Dieser Vers richtet Iehoschúas Aufmerksamkeit auf zwei große Prinzipien des Wortes Elohíms.
a) In den Worten „Siehe, Ich gebiete dir“ ist der Schwerpunkt auf dem Ursprung dieser Aufforderung und Verheißung – die Person Elohíms. Wer gab Iehoschúa den Auftrag? Niemand anderes als ADONÁI, der ewige, unabhängige und souveräne Elohím des Universums. Er ist der Elohím der Offenbarung und der Erlösung, Jener, der sich offenbart und Abrahám aufgefordert hat, aus Ur der Chaldäer auszuziehen, der den abrahamischen Bund mit ihm geschlossen und später diese Nation, die Nachkommen Abraháms, vom Zerstörungsengel Ägyptens befreit und bis jenseits des Schilfmeeres (Roten Meeres) geführt hat. Genauso ist im Erneuerten Bund (N.T.) unser Ruf, mutig zu sein und die Grundlage, um gestärkt zu werden: die siegreiche Erfüllung des Maschíach/Messias, der nun als siegreicher Retter zur Rechten Elohíms sitzt.
„…daß der Elohím unseres Adón/Herrn Ieschúa ha‘Maschíach, der Vater der Herrlichkeit, euch den Geist der Weisheit und der Offenbarung/Rúach Chachmáh we‘Rúach Hitgalút gebe zu Seiner Erkenntnis und erleuchtete Augen eures Verständnisses, dass ihr erkennen möget, welche da sei die Hoffnung eurer Berufung, und welcher sei der Reichtum Seines herrlichen Erbes bei seinen Heiligen, und welche da sei die überschwengliche Größe Seiner Macht an uns, die wir glauben welche Er gewirkt hat in Maschíach, da Er Ihn von den Toten auferweckt hat und gesetzt zu Seiner Rechten in den himmlichen Orten über alle Fürstentümer, Gewalten, Mächte, Herrschaften und alle Namen, die genannt werden mögen, nicht allein in dieser Zeit, sondern auch in der zukünftigen; und hat alle Dinge unter Seine Füße getan und hat Ihn gesetzt zum Haupt der Gemeinde“ (Eph.1,17-22).
b) Der Schwerpunkt in Vers 9, den wir im Versprechen „denn ADONÁI, dein Elohím wird mit dir sein, wo immer du hingehst“ sehen, deutet auf die Gegewart Elohíms. Für jene von uns, die eine Beziehung zu Elohím durch den Glauben an den Retter haben, gibt es keine Situation, kein Problem und kein Feind, dem wir allein entgegentreten müssen oder wollen. ADONÁI ist immer da, als permanente Hilfe und Fürsorge des Gläubigen. Also zitierte der Schreiber des Hebräerbriefes für seine Leser (die schwierige Herausforderungen und Verfolgungen durchmachten) den Tanách (A.T.) und schrieb: „…Denn Er selbst hat gesagt: «Ich will dich nicht verlassen noch versäumen!» Also können wir getrost sagen: ADONÁI ist mein Helfer; ich fürchte nicht, was Menschen mir tun können” (Hbr./Ivrí 13,5b-6).
Wenn wir besorgt sind wegen dem Auftrag, zu dem Elohím uns berufen hat oder wegen der Menschen, denen Er uns aufgetragen hat über den Fluss zu helfen, dann können wir absolut sicher sein, dass Elohím noch unendlich mehr Sorge für unsere Bedürfnisse trägt als wir. „Welcher nicht einmal Seines eigenen Sohnes verschont hat, sondern Ihn für uns alle dahingegeben hat, wie sollte Er uns mit Ihm nicht auch alles schenken?“ (Rö.8,32). „So demütiget euch nun unter die gewaltige Hand Elohíms, damit Er euch erhöhe zu Seiner Zeit! Alle eure Sorge werfet auf Ihn; denn Er sorgt für euch!“ (1.Ptr.5,6-7).
Welches ist nun unser Bedürfnis? Wir müssen nur im Licht Seiner Person und Gegenwart wandeln und Seine Hilfe, Führung und souveräne Fürsorge haben und darauf achten, auf Ihn ausgerichtet zu bleiben (Hbr.12,1-2).

